Die Therapie

Es gibt meiner Meinung nach keine Heiler. Sondern nur Menschen, die über verschiedene Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, einem Organismus auf die Sprünge zu helfen. 

Heilen kann sich ein Organismus nur selbst, wenn er dazu genügend Ressourcen zur Verfügung hat. Wir als Therapeuten können ihm also helfen, seine Ressourcen zu füllen. 

Welche Ressource für welches Pferd von Bedeutung ist, gilt es in unserer Arbeit herauszufinden. Deshalb behandle ich nicht unbedingt "da wo es weh tut", sondern da, wo ich dem Pferd helfen kann, sich selbst zu heilen.  

"Wer die Praxis übt, ohne sich vorher mit der Theorie beschäftigt zu haben, gleicht einem Steuermann, der sein Schiff ohne Kompass und Steuer besteigt und nicht weiss, wohin er fährt." 

Leonardo da Vinci

Faszientherapie

Der Bewegungsapparat mit seinen Muskeln, Sehnen, Gelenken, Bändern und Knochen gehört genauso zum Körper wie das Nervensystem oder das Bindegewebe – auch Faszien genannt, welche unsere ganzen Strukturen umhüllen, verbinden und gleichzeitig voneinander trennen. Zirkulation, Stütze, Bewegung, Immun- und Abwehrfunktionen, Wahrnehmung, Wundheilung, Transport- und Trägerfunktion sowie viele weitere lebenswichtige Funktionen werden von den Faszien ermöglicht. 

Die Bedeutung der Faszien bei pathologischen Prozessen wird immer mehr durch klinische Studien, wissenschaftliche Forschungen und praktische Erfahrungen gezeigt. 

Mit dem Tensegrity-Modell (Foto) versucht man die Wirkungsweise des myofaszialen Netzwerks darzustellen. Der komplexe Körper wird nur mittels Spannung der elastischen Elemente aufrecht erhalten, hier als Gummibänder dargestellt. Stabilisiert wird er durch die Holzstäbe. Im Zusammenspiel kaum zerstörbar und extrem anpassungsfähig. Ist aber irgendwo ein Ungleichgewicht, kann es Auswirkungen auf den ganzen Körper haben, oder sich an einer ganz anderen Stelle bemerkbar machen. 

In der Faszientherapie finde ich es daher wichtig, nicht einfach Spannungen "raus" zu nehmen, sondern dem Körper die Möglichkeit zu geben, die Spannungen besser zu verteilen. 

Somatische Faszien

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Als somatische Faszien bezeichnen wir in der "integrativen Faszientherapie" die Faszien des aktiven und passiven Bewegungsapparates. 

Die Faszien erfüllen Aufgaben als Sinnesorgane. Sie können unter anderem Zug, Druck, Bewegungen, statische Belastungen, Kräfte und Verschiebungen wahrnehmen. Diese Belastungen nehmen sie auf und adaptieren sich so, dass sie diese Kräfte im Körper in möglichst optimaler Form verteilen.  

Gleichzeitig wird die Wahrnehmung über Reflexe ins Gehirn geführt und von dort aus wird der aktive Bewegungsapparat reguliert. 

Somit liegt in den Faszien die Grundlage jeder koordinierten Bewegung, 

Diese Regulation stellt eine laufende Anpassung an die auftretenden Belastungen dar, um den Körper so optimal wie möglich funktionieren zu lassen.

Neurogene Faszien

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Dazu gehören in der integrativen Faszientherapie die Hirnhäute und die peripheren Faszien, die alle Nerven durch den Körper begleiten. Dadurch, dass Nerven oft Engstellen passieren müssen oder erhöhtem Druck ausgesetzt sind, kann es vorkommen, dass sie in ihrer Gleitfähigkeit und somit in ihrer Funktion beeinträchtigt werden. 

Viszerale Faszien

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Viszerale Faszien in der integrativen Faszientherapie sind alle Faszien, die in Bezug zu den Organen (=Viszera) stehen. Beim Pferd müssen wir hier oft sehr indirekt arbeiten, da es teilweise unmöglich ist, die Organe direkt zu behandeln. Deshalb ist es umso wichtiger zu wissen, wie wir die Organe über fasziale Ketten oder Gebiete gezielt beeinflussen können. 

Kontakt

Pferdeosteopathie Faszienwohl
Jasmine Wohlwend
Tel. +49 176 5204 71 33
Mail: faszientherapie-muenchen@outlook.com 
Instagram: pferdeosteopathie.faszienwohl

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Fotos: Ilona Züst 
(Instagram: ilonazuest.animals)